Thordal
Thordal stammt aus Narlind. Dieses Archipel eisesstarrer Nordinseln ist auch die Heimstatt gefürchteter Wikinger, die oft die Küsten von Vestholm und anderer Provinzen überfallen. Thordal ist sich dem räuberischen Tun seiner Brüder bewusst, doch er entschuldigt sich nicht dafür, sondern besingt ihren Wagemut lieber in epischen Liedern. Das liegt daran, dass Thordal in seiner Jugend selbst ein solcher Heißsporn war, der Raubzüge an den Küsten unternahm, immer auf der Suche nach leichter Beute und Unmengen von Honigmet. Unter seinen Leuten ist er als Barde und Geschichtenerzähler bekannt, weswegen er überall im Norden einen Platz an den wärmenden Feuern findet. Zudem steht er in der Gunst der großen Mutter, die den Gemeinschaften vorstehen.
Unter den Leuten seiner Heimat genießt Thordal einen herausragenden Ruf, aber auch die Siedler aus dem Süden stehen ihm wohl gesonnen gegenüber, selbst wenn Sie beim Anblick eines Wikingers sonst zu den Waffen greifen würden. Das liegt vor allem an Thordals Ausstrahlung - grobschlächtig, aber herzlich und direkt. Musik in allen Spielweisen erfreut sein Herz, und er genießt es, alle Tavernen eines Ortes aufzusuchen, um die Lieder der örtlichen Musiker zu lernen oder seine eigenen zu singen. Der Wohlklang seines Gesangs macht ihn zu einem gern gesehenen Gast und hat ihm auch schon so manche warme Mahlzeit eingebracht.

Thordal ist der Meinung, dass die Überfälle durch Wikinger einfach zum gefährlichen Leben in Narlind gehören, daher verzeiht er seinen Brüdern ihr Tun. Trotz seines heiteren Auftretens ist er sich bewusst, daß das Leben oft harte Entscheidungen fordert, und er hat keine Angst davor sie zu treffen, wenn es nötig ist. Doch solange es in seiner Nähe genug Met und hübsche Frauen gibt, lebt er in den Tag hinein und prostet allen zu, die ihm einen Krug spendieren.